Die Gegenwart ist Vergangenheit. Die Fantasie ist ein Teil der Realität, und wir haben die Bremsen gelöst. Wir denken messerscharf, und denken gleichzeitig ueberhaupt nicht. Wir versuchen nicht mehr, irgendetwas zu kontrollieren. Wir treiben dahin. Ist das ein Hirnschaden? Wir vergessen allen Schmerz, die Qualen des Lebens. Wir wollen wo anders hin, wir haben keine Angst mehr. Unsere Unsichehrheit ist in Luft verpufft. Wir schweben in den Wolken, und haben uns weit geöffnet. Wir sind Raumfahrer, die die Erde umkreisen. Die Welt sieht von hier oben aus. Wir sind Fanatiker, die nach dem Unerreichbaren streben. Wir riskieren unseren Geisteszustand für Augenblicke zeitweiliger Erleuchtung. So viele Ideen, so wenig Erinnerungen. Der letzte Gedanke, schon ermordet von der Erwartung des Nächsten. Uns eint ein ueberwaeltigendes Gefühl der Liebe. Wir treiben gemeinsam dahin. Wir sind zusammen. Wir erstreben eine universelle Ebene der Gemeinsamkeit, auf der wir entspannt sein können, in Gegenwart von jedem. Wir sind im Einklang, wir sind ein Teil der Bewegung. Eine Bewegung, die zu fliehen versucht. Wir winken zum Abschied. Letztenendes wollen wir alle nur glücklich sein.
(Human Traffic)
Die Vergangenheit bestimmt die Gegenwart.Fantasie findet keinen Platz mehr. Realitaet erdrueckt alle Gedankenfreiheit. Hektik laesst Menschen durch die Straßen tanzen wie Marionetten. Wir schwimmen alle mit dem Strom wie tote Fische unwissend, was Leben wirklich heißt. Wir sind Sterne, tausende an der Zahl, doch stehen fuer uns allein und vergluehen ehe wir richtig leuchten konnten . Wir werden von Aengsten beherrscht und sind tausender Suechte verfallen. Sind in unserem Alltag gefangen und zu scheu um auszubrechen. Unser Leben ist auf ein einziges Muster aufgebaut. Intensive Gefuehle prallen an uns ab, weil uns die Umgebung und die Umstaende abgestumpft haben. Jede Faser unseres Koerpers ist angespannt und findet keine Zeit zu Ruhen. Wir leben vom Leben der anderen. Ergötzen uns am Leid unseres Naechsten und ertraenken uns in unserem eigenen. Mehr von Hass als Liebe getrieben, bewegen wir uns durch das Leben. Gefangene unserer selbst und unserer Zwaenge. Erfreuen koennen wir uns nur noch wenn uns ein warmer Schwall von Chemikalien durch den Koerper stroehmt. Von dem Gerede, von den Erwartungen an uns und der ganzen Hektik betaeubt. Der Hektik, die ueber allem steht, die uns beherrscht und durch unser Leben hetzt . Wir koennten eine Bewegung sein, wir koennten fliehen aus unserem goldenen Kaefig und mit uns selbst in Einklang kommen. Jedoch sind wir zu sehr von unseren eigenen Idealen gefangen.